Teleradiologie

In Kooperation mit  36 Krankenhäusern betreiben wir seit 1997 ein innovatives teleradiologisches Netzwerk. Rund um die Uhr leistet unser spezialisiertes Radiologen Team die CT- Notfall Diagnostik und sichert so die Versorgung der Patienten auch im ländlichen Raum.

 

Was ist Teleradiologie?

 

Definition und Genehmigung

 

Die Teleradiologie ist ein Teil der Telemedizin. Unter Teleradiologie versteht man die „Untersuchung eines Menschen mit Röntgenstrahlung unter der Verantwortung eines Arztes, der sich nicht am Ort der technischen Durchführung befindet und der mit Hilfe elektronischer Datenübertragung und Telekommunikation insbesondere zur rechtfertigenden Indikation und Befundung unmittelbar mit den Personen am Ort der technischen Durchführung in Verbindung steht.“

Anforderungen im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Röntgeneinrichtung zur Teleradiologie:

(1) Der Teleradiologe hat bei der Durchführung der Untersuchung
1. nach eingehender Beratung mit dem Arzt, der nach § 14 Absatz 2 Nummer 3 des Strahlenschutzgesetzes am Ort der technischen Durchführung anwesend zu sein hat, die rechtfertigende Indikation zu stellen,
 
2. die Untersuchungsergebnisse zu befunden und
 
3. mithilfe elektronischer Datenübertragung und Telekommunikation insbesondere zur rechtfertigenden Indikation und Befundung unmittelbar in Verbindung zu stehen mit der Person, die nach § 14 Absatz 2 Nummer 2 des Strahlenschutzgesetzes die technische Durchführung der Untersuchung vorzunehmen hat, und mit dem Arzt, der nach § 14 Absatz 2 Nummer 3 des Strahlenschutzgesetzes am Ort der technischen Durchführung anwesend zu sein hat.
 
(2) Der Arzt, der nach § 14 Absatz 2 Nummer 3 des Strahlenschutzgesetzes am Ort der technischen Durchführung anwesend zu sein hat, hat bei der Durchführung der Untersuchung in der Teleradiologie insbesondere die zur Feststellung der rechtfertigenden Indikation erforderlichen Angaben zu ermitteln und an den Teleradiologen weiterzuleiten.
 
(3) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass die technische Durchführung bei der Anwendung von ionisierender Strahlung am Menschen in der Teleradiologie durch nach § 145 Absatz 2 Nummer 2 oder 3 berechtigte Personen vorgenommen wird.
 
(4) Beim Betrieb einer Röntgeneinrichtung zur Teleradiologie hat der Strahlenschutzverantwortliche dafür zu sorgen, dass bei der an dem Teleradiologiesystem jeweils beteiligten anderen Einrichtung Kopien der Aufzeichnungen über die Qualitätssicherung vor Inbetriebnahme nach § 115 und über die Konstanzprüfungen nach § 116 sowie über die Sachverständigenprüfungen nach § 88 Absatz 4 Nummer 1 aller zum System gehörenden Röntgeneinrichtungen zur Einsicht verfügbar sind. Die Pflicht kann auch durch das Bereithalten der Aufzeichnungen in elektronischer Form erfüllt werden.



 

Dokumentation


Die DIN 6868-59 regelt seit März 2009 die Dokumentationspflichten, so muss eine teleradiologische Strecke einer Abnahmeprüfung unterzogen werden und eine monatliche Konstanzprüfung der Bildübertragung stattfinden. Die Bilder einer Studie müssen innerhalb von 15 Minuten vollständig am Ort des Befunders angekommen sein. Der Teleradiologe befundet die Bilder sofort nach Eingang an der Befundworkstation, außerdem steht der Teleradiologe in ständigem telefonischen Kontakt mit den angeschlossenen Häusern. Der Befund geht dem jeweiligen Krankenhaus per Fax oder Email zu.

 

Das Datennetz


Die Verbindung der angeschlossenen Teleradiologiepartner erfolgt über ein MPLS (Multiprotocol Label Switching) der Telekom. Dies ist ein Verbunds-VPN Netzwerk, welches die Daten optimal priorisiert und sicher verschlüsselt.
Die Übertragungswege, die zur Übertragung der Bilddateien eingesetzt werden, sind ausschließlich für diesen Zweck reserviert. Wir arbeiten redundant, d.h. die Ether-Connect und SDSL – Verbindungen sind zusätzlich mit einem DSL/ISDN-Backup ausgerüstet. Es werden je nach Anforderung und Möglichkeit des Hauses verschiedene Übertragungstechniken benutzt.
 

Die Kooperationspartner


Uns verbindet eine langjährige und konstruktive Zusammenarbeit mit den angeschlossenen Häusern. Wir arbeiten gemeinsam an der ständigen Optimierung der Arbeitsabläufe, durch Workshops und Trainings in den Krankenhäusern und in Fritzlar halten wir die Kommunikation aufrecht und bieten eine Plattform für Diskussionen und Verbesserungsvorschläge.

An unser Netz sind auch die Neurochirurgien des Klinikums Fulda, des Klinikums Kassel und der Werner Wicker Klinik in Reinhardshausen angeschlossen, so können bei Bedarf die Bilder schnell und sicher an die chirurgischen KollegInnen weitergeleitet und diskutiert werden.

Weitere Informationen unter www.teleradiologie.net